FLM 947602 Zeche Zollern Teil 2 (Maschinenhalle)

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Zeche Zollern - Teil 2
Maschinenhalle
FLM 947602.jpg
Quelle: Fleischmann
HERSTELLER
HERSTELLER Gebr. Fleischmann GmbH & Co. KG
MARKE piccolo
ARTIKELNUMMER 947602
UVP 169,00 € (Fleischmann N Katalog Herbst/Winter 2010)
PRODUKTION 2010 (Neuheitenankündigung)
Modell wurde nicht produziert
ZUBEHÖR
NENNGRÖSSE N
GRUPPE Gebäude
BEREICH Fabrikgebäude
FUNKTION Zeche Zollern - Maschinenhalle
AUSFÜHRUNG 700 mm (Länge)
138 mm (Breite)
169 mm (Höhe)


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Bausatz für die Zeche Zollern des Herstellers Fleischmann für die Nenngröße N. Der Bausatz beinhaltet die Maschinenhalle.

1 Herstellerinformation

1.1 Auslieferung


Stop x nuvola.svg Das Modell wurde nicht produziert.


1.2 Vorbild

1.2.1 Zeche Zollern

Im Nordwesten Dortmunds entstand zwischen 1898 und 1904 eine Musterzeche der Vereinigten Stahlwerke, umbenannt 1934 in Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG), die durch spektakuläre Industriebauten Modernität und Fortschritt, gepaart mit wirtschaftlicher Potenz zum Ausdruck bringen sollte. Der Architekt Paul Knobbe (1867-1956), der um die Jahrhundertwende einen wesentlichen Teil des Neubauprojekts der GBAG plante, orientierte sich an der norddeutschen Backsteingotik, wo rotes Ziegelmauerwerk durch Formsteine, Zierelemente und helle Putzfelder aufgelockert wird. Neben der Maschinenhalle ist vor allem das Innere der Lohnhalle ein herausragendes Element deutscher Industriearchitektur, das erst kürzlich originalgetreu restauriert wurde und im alten Glanz erstrahlt.

Das Steinkohle-Bergwerk Zollern bestand aus den unterirdisch zusammengehörenden Schachtanlagen I/III in Kirchlinde und II/IV in Bövinghausen. In mehreren Etappen erreichte man 1942 am Schacht 2 eine Endtiefe von 490 m, bereits 1908 wurde untertage die Lokomotivförderung eingeführt. Die 1904 eröffnete Kokerei war allerdings nur bis 1918 in Betrieb. Obwohl die Zeche Zollern sehr modern ausgestattet war, zeigten sich deutliche Mängel an den Tagesanlagen: eine effektive Trennung und Aufbereitung war nicht möglich und die kurze Schachthalle erlaubte keinen Wagenumlauf. Bereits in den 1920er Jahren gab es Pläne die Förderung der Schachtanlagen von Zollern und Germania zusammenzulegen. 1955 wurde schließlich die Förderung in Zollern gänzlich aufgegeben und schrittweise Anlagen, wie Schachtgebäude und Seilbahnen abgebrochen. Zwischen 1967 und 1968 wurden die Schächte in Zollern verfüllt und die Schachtanlage Germania wurde 1971 vollkommen stillgelegt. Bemerkenswert in Zollern ist, dass nahezu die gesamte Anlage im Laufe der Zeit so gut wie unverändert blieb; selbst die Schäden im 2. Weltkrieg waren gering. Nur einzelne verrostete, verschlissene Teile, wie auch die Fördergerüste wurden entfernt, die zwischen 1986 und 1988 von baugleichen Artgenossen der Zechen Wilhelmine-Viktoria in Gelsenkirchen und Friedrich der Große in Herne ersetzt wurden. Die außergewöhnliche Architektur der Anlage war der Grund für ihre Erhaltung und die Nachnutzung als Museum gilt heute als eines der ersten Beispiele der Industriedenkmalpflege. Die Zeche Zollern gehört heute zum Westfälischen Industriemuseum, welches zugleich in Zollern seinen Sitz hat, und sie ist mit dem Besucherzentrum ein wichtiger Meilenstein auf der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).

Quelle: Fleischmann

1.2.2 Maschinenhalle Zeche Zollern

Neben der damals modernen technischen Ausstattung wurde die Zeche Zollern berühmt durch die außergewöhnlich schöne Architektur. Das Highlight ist mit Sicherheit die im Jugendstil errichtete Maschinenhalle, die von Berliner Architekt Bruno Möhring (1863-1929) ausgestattet wurde. Die Konstruktion beruht auf einer mit Bachsteinen ausgefachten Eisenfachwerk-Konstruktion. Man erhoffte sich dadurch, im Gegensatz zur geplanten Massivbauweise, eine schnellere Fertigstellung dieses Schlüsselbauwerks. Im Innern dominieren die für den Jugendstil typischen reduzierten Stilelemente aus wertvollen Materialien und die aufwendig gestalteten Glasfenster. Das geschwungene Vordach, das an die berühmte Pariser Metrostationen erinnert, wurde leider nach einem Schaden in den 1930er Jahren abgebrochen, was aber den heutigen Gesamteindruck beim Betreten durch das reich ornamentierte Portal keineswegs trübt. Die Maschinenhalle der Zeche Zollern war und ist nicht nur optisch ein Anziehungspunkt; auch technisch bot sie damals das Non-Plus-Ultra: elektrische Fördermaschinen, anno dazumal eine Seltenheit im deutschen Zechenbetrieb. Mit der Stilllegung der Zeche Zollern im Jahre 1966 drohten die wertvollen Industrieanlagen zu verfallen, was ein sofortiger Denkmalschutz für die Maschinenhalle abwendete und damit auch die anderen Gebäude retette. Die Zeche Zollern ist eines der ersten Industriedenkmäler Deutschlands, ein gelungenes Beispiel der musealen und kulturellen Nachnutzung von stillgelegten Bergwerksbetrieben; sogar auf der alten Halde, die jetzt als kleines Naherholungsgebiet dient, haben sich seltene Pflanzen und Tierarten angesiedelt.

Quelle: Fleischmann

1.3 Modell

Jugenstil-Maschinenhalle eines Kohlebergwerks nach dem Vorbild der Zeche Zollern II/IV in Dortmund. In dem weltbekannten architektonischen Meisterwerk befinden sich das Herz und die Lunge der Zeche. Hier arbeiten die Maschinen, die über Seile die Körbe in den Förderschächten antreiben und die Belüftungsmaschinen, die frische Luft, das „Wetter“, untertage umwälzen.

  • Fein detailliertes Industrie-Architekturmodell als Bausatz
  • Alle Bauteile sind aus hochwertigem Spezial-Architekturkarton in Lasertechnik graviert und präzise geschnitten
  • Alle Teile sind in realistischen matten Farben gehalten und können nach Bedarf zusätzlich gealtert werden
  • Das Dach kann abnehmbar gebaut werden
  • Filigrane Nachbildung des Stahlfachwerks innen und außen und der Dchkonstruktion
  • Besonders große Fensterflächen erlauben den Blick in den Innenraum
  • Länge 700 mm
  • Breite 138 mm
  • Höhe 169 mm

Quelle: Fleischmann

2 Weblinks