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Lima

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Lima
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Quelle: Die inoffizielle Lima Sammlereite


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Die Firma Lima war ein 1946 gegründeter italienischer Hersteller von Modelleisenbahnen mit Sitz in Vicenza und ist heute eine von mehreren Marken des international agierenden britisch-chinesischen Modellproduzenten Hornby.

1 Weiterführende Links

1.1 Artikelnummern

  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Übersichtsseiten zu den Artikelnummern zur Verfügung.

1.2 Kataloge

  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Katalog-Übersichtsseiten zur Verfügung.

1.3 Spurgebundene Modelle

  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Übersichtsseiten zu den einzelnen Nenngrößen zur Verfügung.

1.4 Spurneutrale Artikel

  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Übersichtslisten zum Thema „Systemtechnik“ zur Verfügung.
  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Übersichtslisten zum Thema „Digitaltechnik“ zur Verfügung.
  • Zum Hersteller „Lima“ stehen keine Übersichtslisten zum Thema „Medienartikel“ zur Verfügung.

2 Geschichte

Lima fertigte ursprünglich als Zulieferer Aluminiumgussteile für die Italienische Staatsbahn (FS Italia). Nachdem diese ab 1948 solche Teile selbst fertigte, ging Lima zur Produktion von Bootsmodellen, Modellbahnzubehör und Modellautos aus Aluminium über, um schließlich ab 1953 vor allem Modellbahnen zu fertigen. Diese Spielbahnmodelle ohne große Vorbildtreue waren einfach konzipiert und wurden zu günstigen Preisen angeboten. Gegen Ende der 1950er Jahre kamen zunehmend auch anspruchsvollere und detailgenauere Modelle ins Programm und Lima konnte sich auf dem Markt als preisgünstige Alternative zu den Marktführern aus Deutschland etablieren. Die preiswerten Modelle für den anspruchslosen Modelleisenbahner waren technisch einfach, dem Original aber gut nachempfunden.

Ab 1982 erfolgte die schrittweise Umstellung vom Billigsegment auf höherwertige Modellbahnen, die ab 1989 unter dem Label Lima-Nova vertrieben wurden. Mittelmotor mit Kardanantrieb, kinematische Kurzkupplungen und maßstäbliche Wagen sowie Nischenmodelle wurden dessen Markenzeichen, trotzdem wurde die Firma ihr Image als Hersteller billiger Produkte nie wirklich los. Mit der Übernahme der angeschlagenen Firmen Rivarossi, Jouef und Arnold geriet Lima seinerseits in finanzielle Schwierigkeiten und musste 2004 Insolvenz anmelden. Seit 2006 gehören die Markenrechte wie auch die Fertigungsformen aus der entsprechenden Insolvenzmasse der Firma Hornby. Diese transportierte die Produktionsanlagen in die Volksrepublik China und stellt dort eine stetig größer werdende Auswahl von ehemaligen Lima-Modellen wieder her.

3 Produktsortiment

In den 1980er Jahren wurden weit über 350 H0-Modelleisenbahnfahrzeuge nach internationalen Vorbildern hergestellt. Eine Übersicht war nur schwer möglich, da die Sortimente für verschiedene Länder über die jeweiligen Vertretungen mit den entsprechenden Katalogen vertrieben wurde.

Damit fertigte Lima mit bis zu 1200 Mitarbeitern eines der umfangreichsten HO-Modellbahnsortimente der Welt. Hinzu kamen Modellprogramme in den Baugrößen 0, 00 und N. Die Fahrzeuge waren in allen Baugrößen für das internationale Zweileiter-Gleichstromsystem ausgelegt. Das Programm wurde mit einem Gleissystem mit Schienen aus Neusilber und umfangreichen Zubehör ergänzt. In der Nenngröße H0 umfasste dies zum Beispiel Transformatoren, Batterieregler, Form- und Lichtsignale (teilweise mit Zugbeeinflussung), mechanische Bahnübergänge, Schiebebühnen, Drehscheiben, Verladestation, Bahnhöfe, Bahnsteige, Häuser, Brücken, Tunnels, Straßenfahrzeuge, Container u.v.m. Die Kupplungen entsprachen der üblichen Ausführung für den jeweiligen Exportmarkt und konnten bei Bedarf in der Regel ohne großen Aufwand ausgetauscht werden, sofern sie nicht fest mit dem Fahr-/Drehgestell verbunden waren.

Das Lima-Sortiment wurde früher auch insbesondere über Kauf- und Versandhäuser vertrieben. In Deutschland zum Beispiel verbarg sich hinter fast allen Goodplay-Modellbahnen des Fürther Versandhauskonzernes Quelle ein Lima-Produkt. Die günstigen Startsets enthielten bei Lima oft große Lokomotiven und vierachsige Personenwagen, während die Konkurrenz in der Regel nur eine kleine Rangierlok mit zwei Güterwagen bot. So enthielt 1979 zum Beispiel eine Lima-Startpackung für 79,90 DM eine Trans-Europ-Express-Lok der Baureihe 103 mit vier Rheingoldwagen, Schienenoval, Ausweichgleis, Lichtsignalbrücke mit Zugbeeinflussung und mechanischem Bahnübergang, während bei Fleischmann damals diese Lokomotive allein rund 200 DM kostete. Die Gotthardbahn-Lok Ae 6/6 als Parade-Lokomotive der SBB war in der Schweiz besonders häufig in Lima-Anfangspackungen anzutreffen und gilt dort daher als eines der meistgebauten Lokomotivmodelle überhaupt. Der günstige Preis machte Lima-Modelle auch zu einer idealen Basis für Umbauten, zum Beispiel für das Mittelleiter-System, wozu auch der große leere Innenraum der HO-Lokomotiven einlud. Für das Wechselstrom-Gleis von Märklin bot Lima auch werksseitig umgerüstete Varianten einiger Lokomotiven und Triebwagen an.

4 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.