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Vorbild:Rurtalbahn GmbH

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Rurtalbahn GmbH
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Quelle: Deutschsprachige Wikipedia


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Die Rurtalbahn GmbH ist eine Eisenbahngesellschaft mit Sitz in Düren. Sie gehört zu 25,1 % der Dürener Kreisbahn und zu 74,9 % der R.A.T.H. GmbH.

Im Juni 1992 kaufte sie als erste Eisenbahngesellschaft in Nordrhein-Westfalen von der Deutschen Bundesbahn eine Eisenbahnstrecke. Sie wurde zuerst als Abteilung Schiene der Dürener Kreisbahn gegründet und zum 1. Januar 2003 unter Beteiligung der R.A.T.H. GmbH als eigenständige Gesellschaft Rurtalbahn GmbH ausgegliedert.

Die Rurtalbahn GmbH ist kein Mitglied im Tarifverband der Bundeseigenen und Nichtbundeseigenen Eisenbahnen in Deutschland (TBNE).

1 Detaillierte Vorbildinformationen


Information icon.svg Es stehen keine Detailinformationen für die Bahngesellschaft „Rurtalbahn GmbH (RTB)“ zur Verfügung.


2 Personenverkehr

Am 25. März 1993 begann der im Vergleich zum DB- Fahrplan deutlich verbesserte Zugbetrieb auf der Bahnstrecke Jülich–Düren–Heimbach mit mindestens einem Zug pro Stunde und Richtung. Am 7. Juni 2002 wurde der Abschnitt JülichLinnich der Bahnstrecke Jülich–Dalheim reaktiviert. Zum Preis von 860.000 Euro kaufte die Rurtalbahn am 19. Dezember 2002 von der Deutschen Bahn die Strecke Düren–Zülpich (Bördebahn). Auf dieser Strecke nahm die Rurtalbahn einen begrenzten Güterverkehr und auch wieder einen Personenverkehr am Wochenende auf.

Darüber hinaus werden Triebwagen der Rurtalbahn manchmal bei Fahrzeugknappheit an andere Unternehmen ausgeliehen, so dass diese auch woanders zu sehen sind. Außerdem betrieb sie bis zum 16. Oktober 2005 den sonntäglichen Tourismusverkehr auf der Oleftalbahn von Kall nach Schleiden in der Eifel.

Die Rurtalbahn GmbH ist zu 50 % – neben der Verkehrsgesellschaft Frankfurt – an der neuen Bahngesellschaft VIAS GmbH beteiligt, die seit dem 11. Dezember 2005 das 210 km lange Netz der Odenwaldbahn in Südhessen befährt. Auf fünf Linien werden drei Landkreise und die Städte Frankfurt am Main und Darmstadt berührt.

Auf der Eisenbahnstrecke Mönchengladbach–Dalheim fährt die Rurtalbahn als Subunternehmer die Schwalm-Nette-Bahn für die Deutsche Bahn AG.

Rurtalbahn im Bahnhof Düren
Rurtalbahn im Bahnhof Düren  
Heimbach, südlicher Endpunkt der Rurtalbahn
Heimbach, südlicher Endpunkt der Rurtalbahn  
Linnich, nördlicher Endpunkt der Rurtalbahn
Linnich, nördlicher Endpunkt der Rurtalbahn  
Rurtalbahn-Triebwagen als Bördeexpress im Bahnhof Euskirchen
Rurtalbahn-Triebwagen als Bördeexpress im Bahnhof Euskirchen  


3 Güterverkehr

Im Güterverkehr fährt die Rurtalbahn Waren bis zu den Nordseehäfen Rotterdam und Antwerpen und im Rahmen der Fahrzeugüberstellungen für die Wiener Lokalbahnen Fahrzeuge vom Bombardier-Werk in Aachen nach Wien sowie Güterwagenüberstellungen von Bremen nach Wien.

Zu 50 % ist die Rurtalbahn an der in Raeren beheimateten Firma TrainspoT beteiligt, die für den Gütertransport zwischen Antwerpen und Zeebrügge zuständig ist.

Seit Ende 2004 beliefert die Rurtalbahn die Zuckerfabrik Jülich mit bis zu 400 t Braunkohle pro Tag für die neu errichtete KWK-Anlage der Zuckerfabrik. Hinzu kommen lokale Transporte für diverse Papierfabriken, das Heeresinstandsetzungwerk in Jülich, das Forschungszentrum Jülich und sporadische Transporte für die örtliche Industrie.

Im Jahre 2006 beförderte die Rurtalbahn 1,4 Millionen Tonnen Güter.


4 Triebfahrzeuge

Modernisierter Uerdinger Schienenbus

Im Nahverkehr wurden bis 1995 umgebaute und modernisierte Uerdinger Schienenbusse, ab 1995 beschleunigungsstarke RVTs/RegioSprinter eingesetzt. Außerdem ist ein historischer Talbot-Triebwagen für Einsätze auf der Bördebahn vorhanden.

Ab frühestens 2011 möchte die Rurtalbahn ihre nach eigener Aussage nicht mehr zeitgemäßen RegioSprinter durch neue Triebzüge ersetzen. Die Auftragsvergabe ist für Oktober 2009 geplant. Nach einer zweiten Testfahrt lag die Firma Alstom mit dem Triebwagen vom Typ Coradia LINT vorne. Die erste Testfahrt wurde mit dem Itino von Bombardier durchgeführt. Für den Alstom-Triebwagen sprechen vor allem die Höchstgeschwindigkeit von nur 120 km/h, da die Strecke Düren – Heimbach nur mit maximal 80 km/h befahren werden kann, das große Platzangebot, der frühe Lieferzeitpunkt, die Klimatisierung und das behindertengerechte WC.

Die anzuschaffenden Triebzüge werden von der Dürener Kreisbahn gekauft und an die Rurtalbahn vermietet. Bei einer erneuten Ausschreibung der Strecke Heimbach-Düren im Jahr 2016 werden die Triebzüge an die Ausschreibung gekoppelt. In den modernen Triebwagen sieht die Rurtalbahn jedoch eine gute Chance, die Strecke bei der erneuten Ausschreibung zu behalten.

Jetzt kam es aber doch zu einer Bestellung von fünf Regio-Shuttle der Firma Stadler in Berlin im Wert von 8,85 Millionen €. Mitte 2011 sollen die Triebwagen zwischen Düren und Heimbach verkehren.

Für den Güter- und Rangierdienst besitzt die Rurtalbahn GmbH mehrere OnRail- und MaK-Regioloks, eine V35 und eine Köf 3. Außerdem sind einige Großdieselloks sowie E-Loks (Baureihe 185) für den Langstreckengüterverkehr vorhanden bzw. angemietet.


5 Streckennetz

Das eigene Netz der Rurtalbahn gehört der Dürener Kreisbahn und somit zu 100 % dem Kreis Düren. Jedoch wird es von der Rurtalbahn befahren.

Zu diesem Netz gehören folgende Strecken:

Die Strecke Jülich–Puffendorf ist zurzeit nicht in Betrieb. Eine Reaktivierung ist in näherer Zukunft nicht geplant. Die Strecke Düren–Zülpich wird derzeit im Personenverkehr nur für Gelegenheitsfahrten genutzt.


5.1 Ausbaupläne

  • Im Dezember 2009, mit Abschluss des Baus der Verbindungsstrecke LangerweheEschweiler-Weisweiler, wird die Rurtalbahn über den Bahnhof Düren mit der euregiobahn (Düren–Eschweiler TalbahnhofAachen HbfHerzogenrathHeerlen/Alsdorf-Annapark) verknüpft werden. Dazu bestehen Planungen, von Langerwehe bis Düren neben den beiden bestehenden Gleisen der Schnellfahrstrecke Köln–Aachen ein drittes Gleis zu bauen.
  • Nördlich von Linnich soll die Strecke bis zur Bahnstrecke Aachen–Mönchengladbach verlängert werden. Dabei ist noch strittig, ob die Verlängerung nach Hückelhoven-Baal, was de facto ein Wiederaufbau wäre, oder nach dem benachbarten Brachelen geschehen soll.
  • Die Bördebahn Düren–Zülpich–Euskirchen soll für den Personenverkehr reaktiviert werden. Im Gespräch sind durchgehende Personenzüge von Bonn über Euskirchen und Düren nach Aachen.
  • Das Unternehmen strebt an, bis 2010 einen Containerbahnhof in der Region Düren zu bauen. Es gibt zwei Varianten, wobei eine der beiden realisierbar ist und auch favorisiert wird. Die andere wird aufgrund des Bürgerwiderstands wahrscheinlich aufgegeben. Somit ist geplant, an der Bördebahn auf dem Gemeindegebiet von Nörvenich bei Rommelsheim einen viergleisigen Containerbahnhof zu errichten. Dazu soll dann die Bördebahn von Düren bis zum geplanten Containerbahnhof elektrifiziert werden. Im Umfeld wäre genügend Platz vorhanden, so dass sich Speditionen ansiedeln könnten.
  • Die Stecke Düren-Jülich-Linnich soll um den Haltepunkt Huchem-Stammeln auf 2 km 2-gleisig ausgebaut werden. Mit der Änderung der Fahrpläne der DBAG 2010/2011 wird mit dem bisherigen 2-gleisigen Abschnitt in Krauthausen der Anschluss an Züge in Düren nicht mehr sichergestellt werden können. Der Ausbau soll bis Ende 2010 abgeschlossen sein.

Wegen der weitgehend gestrichenen Infrastrukturmittel des Bundes und des Landes Nordrhein-Westfalen sind alle Pläne, außer der Verbindung Weisweiler–Langerwehe, dem 2. Gleis in Huchem-Stammeln und dem Containerbahnhof, vorerst zurückgestellt.


6 Quellen

  • Chronik 100 Jahre Dürener Kreisbahn
  • Homepage des Unternehmens


7 Weblinks


Quelle: Vorbildinformation aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.