Vorbild:DUEWAG AG: Unterschied zwischen den Versionen

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Die '''DUEWAG AG''' i. A. (in [http://de.wikipedia.org/wiki/Liquidation Abwicklung]) war einer der führenden Hersteller von [http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeug Schienenfahrzeugen] in [http://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland Deutschland]. Die 1898 in [http://de.wikipedia.org/wiki/Uerdingen Uerdingen] gegründete [http://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnwagen Waggon][http://de.wikipedia.org/wiki/fabrik fabrik] ist heute Teil der [http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_AG Siemens AG].{{+clr}}
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Die '''DUEWAG AG''' i. A. (in [https://de.wikipedia.org/wiki/Liquidation Abwicklung]) war einer der führenden Hersteller von [https://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeug Schienenfahrzeugen] in [https://de.wikipedia.org/wiki/Deutschland Deutschland]. Die 1898 in [https://de.wikipedia.org/wiki/Uerdingen Uerdingen] gegründete [https://de.wikipedia.org/wiki/Eisenbahnwagen Waggon][https://de.wikipedia.org/wiki/fabrik fabrik] ist heute Teil der [https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens_AG Siemens AG].{{+clr}}
  
 
== Detaillierte Vorbildinformationen ==
 
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== Geschichte ==
 
== Geschichte ==
Die Gründungsurkunde der '''Waggon-Fabrik AG, Uerdingen''' wurde am 16.{{~}}März 1898 in der [http://de.wikipedia.org/wiki/Essener_Credit-Anstalt Essener Credit-Anstalt] unterzeichnet. Am 24.{{~}}Januar 1899 erhielt das Werk von den {{KPEV|VLn}} einen ersten Probeauftrag über 186 Wagen unterschiedlicher Art, die alle bereits 12 Monate nach Produktionsbeginn das Werk verließen.
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Die Gründungsurkunde der '''Waggon-Fabrik AG, Uerdingen''' wurde am 16.{{~}}März 1898 in der [https://de.wikipedia.org/wiki/Essener_Credit-Anstalt Essener Credit-Anstalt] unterzeichnet. Am 24.{{~}}Januar 1899 erhielt das Werk von den {{KPEV|VLn}} einen ersten Probeauftrag über 186 Wagen unterschiedlicher Art, die alle bereits 12 Monate nach Produktionsbeginn das Werk verließen.
  
Im Jahr 1900 wurde das Verwaltungsgebäude fertig gestellt. 1904 bedrohte ein Großbrand der Holzbearbeitungswerkstätten die Existenz der Waggonfabrik. Später, etwa bis 1914, verließen jährlich rund 800 Wagen das Werk. In diesem Jahr trat die Waggonfabrik Uerdingen dem ''Verband Deutscher Waggonfabriken'' bei. 1916 baute man in [http://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] eine zweite Waggonfabrik, die dann auf den Bau von Straßenbahnen ausgerichtet war. Die Waggonfabrik Uerdingen besaß 1920 eine eigene Werkfeuerwehr. 1921 waren hier etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigt, die erste Aufträge für die [http://de.wikipedia.org/wiki/Vestische_Stra%C3%9Fenbahnen Vestischen Straßenbahnen] und für die ''Rheinische Bahngesellschaft AG'', der späteren [http://de.wikipedia.org/wiki/Rheinbahn_%28Unternehmen%29 Rheinbahn], abwickelten, woraufhin das Uerdinger Werk erweitert wurde. Unter anderem wurden [[Vorbild:Kesselwagen|Kesselwagen]] zum Produktionsschwerpunkt.
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Im Jahr 1900 wurde das Verwaltungsgebäude fertig gestellt. 1904 bedrohte ein Großbrand der Holzbearbeitungswerkstätten die Existenz der Waggonfabrik. Später, etwa bis 1914, verließen jährlich rund 800 Wagen das Werk. In diesem Jahr trat die Waggonfabrik Uerdingen dem ''Verband Deutscher Waggonfabriken'' bei. 1916 baute man in [https://de.wikipedia.org/wiki/D%C3%BCsseldorf Düsseldorf] eine zweite Waggonfabrik, die dann auf den Bau von Straßenbahnen ausgerichtet war. Die Waggonfabrik Uerdingen besaß 1920 eine eigene Werkfeuerwehr. 1921 waren hier etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigt, die erste Aufträge für die [https://de.wikipedia.org/wiki/Vestische_Stra%C3%9Fenbahnen Vestischen Straßenbahnen] und für die ''Rheinische Bahngesellschaft AG'', der späteren [https://de.wikipedia.org/wiki/Rheinbahn_%28Unternehmen%29 Rheinbahn], abwickelten, woraufhin das Uerdinger Werk erweitert wurde. Unter anderem wurden [[Vorbild:Kesselwagen|Kesselwagen]] zum Produktionsschwerpunkt.
  
 
Im Werk wurde 1922 die ''Ringfeder GmbH'' gegründet, deren technischer Geschäftsführer bis 1954 ''Ernst Kreissig'' war. Die Ringfeder produzierte selbst entwickelte Federapparate für Zugvorrichtungen, die später unter anderem für [[Vorbild:Schnellzug|D-Zug]]-Wagen der {{DRG|VLn}} zur Pflicht wurden, und die bis dahin verwendeten Stangenpuffer mit Wickelfeder ablösten. 1925 lebten Mitarbeiter in 63 Werkshäusern. In den frühen 1920er Jahren wurden bis zu 3000 Wagen pro Jahr produziert. 1928 wurde die ''Press- und Ziehwerk GmbH'' gegründet.
 
Im Werk wurde 1922 die ''Ringfeder GmbH'' gegründet, deren technischer Geschäftsführer bis 1954 ''Ernst Kreissig'' war. Die Ringfeder produzierte selbst entwickelte Federapparate für Zugvorrichtungen, die später unter anderem für [[Vorbild:Schnellzug|D-Zug]]-Wagen der {{DRG|VLn}} zur Pflicht wurden, und die bis dahin verwendeten Stangenpuffer mit Wickelfeder ablösten. 1925 lebten Mitarbeiter in 63 Werkshäusern. In den frühen 1920er Jahren wurden bis zu 3000 Wagen pro Jahr produziert. 1928 wurde die ''Press- und Ziehwerk GmbH'' gegründet.
  
1935 übernahm die ''Waggon-Fabrik AG Uerdingen'' die ''Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG oder DÜWAG)'', wobei die [http://de.wikipedia.org/wiki/Waggonfabrik_Talbot Waggonfabrik Talbot] in Aachen 25 Prozent der Anteile erhält. Im Jahre 1935 konzentrierte man sich in Uerdingen auf den Bau von [http://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeug Eisenbahn-Fahrzeugen], während in Düsseldorf [http://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeug Fahrzeuge] für den [http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr Nahverkehr], insbesondere [http://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn Straßenbahnen] hergestellt wurden. Im [http://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Zweiten Weltkrieg] wurde das Uerdinger Werk stark beschädigt, das Zweigwerk in [http://de.wikipedia.org/wiki/Wurzen Wurzen] ging verloren.
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1935 übernahm die ''Waggon-Fabrik AG Uerdingen'' die ''Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG oder DÜWAG)'', wobei die [https://de.wikipedia.org/wiki/Waggonfabrik_Talbot Waggonfabrik Talbot] in Aachen 25 Prozent der Anteile erhält. Im Jahre 1935 konzentrierte man sich in Uerdingen auf den Bau von [https://de.wikipedia.org/wiki/Schienenfahrzeug Eisenbahn-Fahrzeugen], während in Düsseldorf [https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrzeug Fahrzeuge] für den [https://de.wikipedia.org/wiki/%C3%96ffentlicher_Personennahverkehr Nahverkehr], insbesondere [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn Straßenbahnen] hergestellt wurden. Im [https://de.wikipedia.org/wiki/Zweiter_Weltkrieg Zweiten Weltkrieg] wurde das Uerdinger Werk stark beschädigt, das Zweigwerk in [https://de.wikipedia.org/wiki/Wurzen Wurzen] ging verloren.
  
 
1949 wurde die Ganzstahlbauweise für Waggons eingeführt. 1959 wurde die ''Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG)'' vollständig in das Uerdinger Geschäft eingegliedert. Seit 1981 trug das Unternehmen offiziell den Namen DUEWAG AG, wobei der mehrheitliche Aktienbesitz bei Talbot lag. 1984 wurde die ''DUEWAG Corp., Kanada'' gegründet.
 
1949 wurde die Ganzstahlbauweise für Waggons eingeführt. 1959 wurde die ''Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG)'' vollständig in das Uerdinger Geschäft eingegliedert. Seit 1981 trug das Unternehmen offiziell den Namen DUEWAG AG, wobei der mehrheitliche Aktienbesitz bei Talbot lag. 1984 wurde die ''DUEWAG Corp., Kanada'' gegründet.
  
Der [http://de.wikipedia.org/wiki/Siemens Siemens]-[http://de.wikipedia.org/wiki/Konzern Konzern] übernahm 1990 die [http://de.wikipedia.org/wiki/Aktie Aktienmehrheit] der DUEWAG und kaufte die Anteile der Waggonfabrik Talbot. Die DUEWAG verkaufte 1999 ihr gesamtes operatives Geschäft und wurde damit eine hundertprozentige Tochter der Siemens AG mit dem Namen ''Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH'', [http://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld Krefeld]. 1996 wurde die ''Siemens Schienenfahrzeugtechnik GmbH'' in [http://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], vormals ''Krupp Verkehrstechnik'', in die Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH in Uerdingen eingegliedert. Jetzt wurde das Werk Uerdingen unter anderem zum Hersteller von [http://de.wikipedia.org/wiki/Intercity-Express ICE]-Hochgeschwindigkeitszügen. Ein Jahr später wurde die Ringfeder GmbH verkauft.
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Der [https://de.wikipedia.org/wiki/Siemens Siemens]-[https://de.wikipedia.org/wiki/Konzern Konzern] übernahm 1990 die [https://de.wikipedia.org/wiki/Aktie Aktienmehrheit] der DUEWAG und kaufte die Anteile der Waggonfabrik Talbot. Die DUEWAG verkaufte 1999 ihr gesamtes operatives Geschäft und wurde damit eine hundertprozentige Tochter der Siemens AG mit dem Namen ''Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH'', [https://de.wikipedia.org/wiki/Krefeld Krefeld]. 1996 wurde die ''Siemens Schienenfahrzeugtechnik GmbH'' in [https://de.wikipedia.org/wiki/Essen Essen], vormals ''Krupp Verkehrstechnik'', in die Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH in Uerdingen eingegliedert. Jetzt wurde das Werk Uerdingen unter anderem zum Hersteller von [https://de.wikipedia.org/wiki/Intercity-Express ICE]-Hochgeschwindigkeitszügen. Ein Jahr später wurde die Ringfeder GmbH verkauft.
  
 
Im Jahr 2000 wurde die Düsseldorfer Waggonfabrik aufgelöst und in das Werk Uerdingen eingegliedert. Seit 2002 ist das Werk vollständig mit der Siemens AG verschmolzen.  
 
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|Datei:TdVG Rheinlandstraße L+l.jpg|Ein [https://de.wikipedia.org/wiki/Duewag-Einheitswagen DUEWAG-Einheitswagen]-Gespann der [https://de.wikipedia.org/wiki/Stra%C3%9Fenbahn_Frankfurt_am_Main Straßenbahn Frankfurt am Main]
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|Datei:KVB2043 SWB7752 Thielenbruch.jpg|Stadtbahnwagen B100S aus [https://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%B6ln Köln] und [https://de.wikipedia.org/wiki/Bonn Bonn]
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== Weiterführende Informationen ==
 
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Aktuelle Version vom 7. Juli 2015, 04:38 Uhr

HOME ● Vorbild ● DUEWAG AG

DUEWAG
DÜWAG-Logo.jpg
Quelle: Deutschsprachige Wikipedia
DETAILS
EPOCHE I-V DeutschlandDeutschland
BAHNGESELLSCHAFT DUEWAG
DUEWAG
ZEITRAUM 1898-2000


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Die DUEWAG AG i. A. (in Abwicklung) war einer der führenden Hersteller von Schienenfahrzeugen in Deutschland. Die 1898 in Uerdingen gegründete Waggonfabrik ist heute Teil der Siemens AG.

1 Detaillierte Vorbildinformationen



2 Geschichte

Die Gründungsurkunde der Waggon-Fabrik AG, Uerdingen wurde am 16. März 1898 in der Essener Credit-Anstalt unterzeichnet. Am 24. Januar 1899 erhielt das Werk von den Preußischen Staatseisenbahnen einen ersten Probeauftrag über 186 Wagen unterschiedlicher Art, die alle bereits 12 Monate nach Produktionsbeginn das Werk verließen.

Im Jahr 1900 wurde das Verwaltungsgebäude fertig gestellt. 1904 bedrohte ein Großbrand der Holzbearbeitungswerkstätten die Existenz der Waggonfabrik. Später, etwa bis 1914, verließen jährlich rund 800 Wagen das Werk. In diesem Jahr trat die Waggonfabrik Uerdingen dem Verband Deutscher Waggonfabriken bei. 1916 baute man in Düsseldorf eine zweite Waggonfabrik, die dann auf den Bau von Straßenbahnen ausgerichtet war. Die Waggonfabrik Uerdingen besaß 1920 eine eigene Werkfeuerwehr. 1921 waren hier etwa 1300 Mitarbeiter beschäftigt, die erste Aufträge für die Vestischen Straßenbahnen und für die Rheinische Bahngesellschaft AG, der späteren Rheinbahn, abwickelten, woraufhin das Uerdinger Werk erweitert wurde. Unter anderem wurden Kesselwagen zum Produktionsschwerpunkt.

Im Werk wurde 1922 die Ringfeder GmbH gegründet, deren technischer Geschäftsführer bis 1954 Ernst Kreissig war. Die Ringfeder produzierte selbst entwickelte Federapparate für Zugvorrichtungen, die später unter anderem für D-Zug-Wagen der Deutschen Reichsbahn-Gesellschaft zur Pflicht wurden, und die bis dahin verwendeten Stangenpuffer mit Wickelfeder ablösten. 1925 lebten Mitarbeiter in 63 Werkshäusern. In den frühen 1920er Jahren wurden bis zu 3000 Wagen pro Jahr produziert. 1928 wurde die Press- und Ziehwerk GmbH gegründet.

1935 übernahm die Waggon-Fabrik AG Uerdingen die Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG oder DÜWAG), wobei die Waggonfabrik Talbot in Aachen 25 Prozent der Anteile erhält. Im Jahre 1935 konzentrierte man sich in Uerdingen auf den Bau von Eisenbahn-Fahrzeugen, während in Düsseldorf Fahrzeuge für den Nahverkehr, insbesondere Straßenbahnen hergestellt wurden. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Uerdinger Werk stark beschädigt, das Zweigwerk in Wurzen ging verloren.

1949 wurde die Ganzstahlbauweise für Waggons eingeführt. 1959 wurde die Düsseldorfer Waggonfabrik AG (DUEWAG) vollständig in das Uerdinger Geschäft eingegliedert. Seit 1981 trug das Unternehmen offiziell den Namen DUEWAG AG, wobei der mehrheitliche Aktienbesitz bei Talbot lag. 1984 wurde die DUEWAG Corp., Kanada gegründet.

Der Siemens-Konzern übernahm 1990 die Aktienmehrheit der DUEWAG und kaufte die Anteile der Waggonfabrik Talbot. Die DUEWAG verkaufte 1999 ihr gesamtes operatives Geschäft und wurde damit eine hundertprozentige Tochter der Siemens AG mit dem Namen Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH, Krefeld. 1996 wurde die Siemens Schienenfahrzeugtechnik GmbH in Essen, vormals Krupp Verkehrstechnik, in die Siemens DUEWAG Schienenfahrzeuge GmbH in Uerdingen eingegliedert. Jetzt wurde das Werk Uerdingen unter anderem zum Hersteller von ICE-Hochgeschwindigkeitszügen. Ein Jahr später wurde die Ringfeder GmbH verkauft.

Im Jahr 2000 wurde die Düsseldorfer Waggonfabrik aufgelöst und in das Werk Uerdingen eingegliedert. Seit 2002 ist das Werk vollständig mit der Siemens AG verschmolzen.

3 Bilder

3.1 Allgemeines

UERDINGEN-Logo
UERDINGEN-Logo  
DÜWAG-Logo
DÜWAG-Logo  
Heutiges Siemens-Verwaltungsgebäude in Uerdingen
Heutiges Siemens-Verwaltungsgebäude in Uerdingen  

3.2 Uerdinger Schienenbus

Baureihe VT 95.9
Baureihe VT 95.9  
Ein Oberleitungsbus Typ ÜHIIIs
Schienenbus der Rurtalbahn GmbH
Schienenbus der Rurtalbahn GmbH  

3.3 Straßenbahn-Einheitswagen

DUEWAG – GT 6 ZR, Triebwagen 592 der Thüringerwaldbahn
DUEWAG – GT 6 ZR, Triebwagen 592 der Thüringerwaldbahn  
Ein DUEWAG-Einheitswagen-Gespann der Straßenbahn Frankfurt am Main
DUEWAG-Einheitswagen in Poznań (Posen)
OEG-Achtachser mit flacher Stirnfront
OEG-Achtachser mit flacher Stirnfront  

3.4 Stadtbahnwagen

Stadtbahnwagen U1 im Verkehrsmuseum in Frankfurt-Schwanheim
Stadtbahnwagen B100S aus Köln und Bonn
Stadtbahnwagen B100S aus Köln und Bonn  
Zweisystem-Triebwagen vom Typ GT8-100D/2S-M für das Karlsruher Stadtbahnnetz
Zweisystem-Triebwagen vom Typ GT8-100D/2S-M für das Karlsruher Stadtbahnnetz  

4 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.