Vorbild:Schweizerische Bundesbahnen

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Schweizerische Bundesbahnen
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Quelle: www.gefasuisse.ch
DETAILS
EPOCHE I-… SchweizSchweiz
BAHNGESELLSCHAFT SBB
Schweizerische Bundesbahnen
ZEITRAUM 1902-…

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Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB (kurz SBB, französisch Chemins de fer fédéraux suisses CFF, italienisch Ferrovie federali svizzere FFS, rätoromanisch Viafiers federalas svizras VFS, englisch Swiss federal railways SFR) ist die staatliche Eisenbahngesellschaft der Schweiz mit Sitz in Bern. Gesetzlich festgelegt sind der deutsche, französische und italienische Name inklusive Abkürzung; die SBB ließ im Handelsregister zusätzlich die rätoromanische und englische Fassung mitsamt Abkürzungen registrieren. Die Abkürzungen SFR und VFS werden nur selten verwendet, in englischen Texten wird meist SBB oder aber SBB-CFF-FFS verwendet.

1 Detaillierte Vorbildinformationen



2 Geschichte

Hauptartikel Geschichte der Schweizer Eisenbahn

In der Schweiz waren im 19. Jahrhundert noch alle Bahnen im Besitz privatrechtlicher Gesellschaften. Die wirtschaftlichen und regionalpolitischen Interessen der Gesellschaften führten zum finanziell desaströsen Bau praktisch parallel verlaufender Eisenbahnstrecken, der einzelne Gesellschaften in den Konkurs trieb. An der Volksabstimmung vom 20. Februar 1898 wurde vom Souverän die Gründung eines staatlichen Eisenbahnsystems gutgeheißen. Der erste Verwaltungsrat bestand aus 54 Mitgliedern und die erste konstituierende Sitzung wurde am 24.Oktober 1900 abgehalten. Seit dem 1. Januar 1902 existieren die SBB als vollständige Organisation und es fuhr der erste Zug welcher wirklich von der SBB-Generaldirektion geführt wurde. Damit gilt dieser Tag als offizielles Geburtsdatum der SBB. Bis dahin wurde der vom Bund bezahlte Betrieb zwar im Auftrag der SBB, aber noch im Namen der Privatbahnen geführt. Sukzessive wurden von 1901 bis 1909 die fünf größten Privatbahnen verstaatlicht und in die SBB überführt. Schließlich wurden folgende Privatbahnen in die SBB eingegliedert:

Auf den Fahrplanwechsel vom 3. Juni 1956 hin ging die SBB zusammen mit den anderen europäischen Bahnen zum Zweiklassensystem über, die dritte Wagenklasse wurde zur zweiten, die zweite und die erste wurden zur neuen ersten Klasse zusammengelegt.

Anfang 1997 beschloss der Verwaltungsrat der SBB die organisatorische Aufteilung des Unternehmens in die Bereiche Verkehr und Infrastruktur, jeweils mit eigener Bilanz und Gewinn-und-Verlust-Rechnung. Die bis 1. Januar 1998 schrittweise umgesetzte Teilung beinhaltete auch den von der Europäischen Gemeinschaft geforderten, ungehinderten Netzzugang für Dritte. Bis 1998 waren die SBB formell Teil der Bundesverwaltung mit eigener Rechnungslegung. Sie waren in drei Kreise eingeteilt mit Kreisdirektionen in Lausanne, Luzern und Zürich.

Der größte Fahrplanwechsel seit der Taktfahrplaneinführung 1982 fand am 12. Dezember 2004 statt. Im Rahmen der Realisierung des Projekts „Bahn 2000“ änderten 90 % aller Züge den Fahrplan, außerdem wurden gleichzeitig 12 % mehr Züge eingesetzt. Kernstück von Bahn 2000 war die Reduktion der Fahrzeiten im Eisenbahndreieck Basel-Zürich-Bern auf unter eine Stunde. Damit bestehen seit Dezember 2004 in den Eisenbahnknoten ideale Anschlussverhältnisse was die Gesamtreisezeit deutlich reduziert. Hauptsächlich wurde dies durch die Neubaustrecke Mattstetten-Rothrist (zwischen Bern und Olten) ermöglicht, auf der bis Sommer 2007 160 km/h, seither 200 km/h gefahren werden können.

Damit der geplante Fahrplanwechsel am 12. Dezember 2004 stattfinden konnte, wurde viele Schweizer Bahnhöfen umgebaut. Verschiedene Strecken wie zum Beispiel von Ziegelbrücke nach Sargans wurden angepasst, im Berner Hauptbahnhof wurde die Welle von Bern erstellt, eine Plattform über den Gleisen, die als Westzugang dient.

Am frühen Abend des 22. Juni 2005 brachte ein netzweiter Stromausfall den Zugverkehr der SBB und vieler anderer Bahnen für über drei Stunden zum Erliegen. Geschätzte 200.000 Reisende und rund 2.000 Züge waren von dieser Betriebspanne – der bisher größten in der Geschichte der Schweizer Bahnen – direkt betroffen. Wie im Nachhinein festgestellt wurde, war eine Überlast auf der Stromübertragungsleitung Amsteg-Rotkreuz ursächlich für die Störung: Diese hatte infolge von Bauarbeiten an der Leitung Amsteg-Wassen-Steinen als einzige Verbindung den gesamten Energieaustausch zwischen der Gotthardregion und den anderen Landesteilen zu bewältigen, verfügte aber über eine geringere Transportkapazität als in der Anlagendokumentation angegeben.

Im selben Jahr gewannen die SBB aber auch den Wakkerpreis, eine Auszeichnung des Schweizer Heimatschutzes, die normalerweise nur an Gemeinden vergeben wird, die besonders auf ihr Ortsbild achten.

Mit dem Fahrplanwechsel am 11. Dezember 2005 verboten die Schweizer Bahnen das Rauchen in allen Zügen; auch in den Bahnhöfen wurden rauchfreie Zonen markiert.

3 Bilder

Bahnnetz der Schweiz mit den SBB-Strecken
Bahnnetz der Schweiz mit den SBB-Strecken  
C 5/6 2978
C 5/6 2978  
Neuster Triebzug, RABe 514
Neuster Triebzug, RABe 514  
Doppelstock InterCity im Bahnhof Winterthur
1. Klasse im Doppelstock InterCity
1. Klasse im Doppelstock InterCity  
Doppelstock S-Bahn (ZVV) im Hauptbahnhof Zürich
Doppelstock S-Bahn (ZVV) im Hauptbahnhof Zürich  
InterCity Neigezug
InterCity Neigezug  
Zwei nicht zusammengekoppelte InterCity Neigezüge
Zwei nicht zusammengekoppelte InterCity Neigezüge  
Re 460 Lok 2000
Re 460 Lok 2000  
Die neuen RegioR Züge (FLIRT), hier S1, Zug
Die neuen RegioR Züge (FLIRT), hier S1, Zug  
GTW 2/8 Doppelkomposition THURBO Winterthur
GTW 2/8 Doppelkomposition THURBO Winterthur  

4 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.