Vorbild:Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút

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Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút
GYSEV-Logo.jpg
Quelle: Ungarische Wikipedia
DETAILS
EPOCHE I-… UngarnUngarn
BAHNGESELLSCHAFT GYSEV
Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút
ZEITRAUM 1872-…

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Die Raaberbahn, bis 2008 offiziell Raab-Oedenburg-Ebenfurter Eisenbahn (ROeEE), bzw. ungarisch Győr-Sopron-Ebenfurti Vasút (GySEV) ist ein ungarisch-österreichisches Eisenbahnunternehmen.

1 Detaillierte Vorbildinformationen



2 Geschichte

Bereits 1872 wurde eine Konzession an Baron Viktor Erlanger für eine Bahnstrecke von Raab (Győr) über Ödenburg (Sopron) nach Neufeld an der Leitha (Lajtaújfalu), der damaligen Landesgrenze, vergeben. Doch durch Verzögerungen wegen der Finanzkrise 1873 konnte das erste Teilstück von Győr nach Sopron erst am 2. Januar 1876 eröffnet werden. Durch die Übernahme von Industriebahnen konnte kurz darauf nach Ebenfurth gefahren werden. Durch die notwendige Lizenz erwarb man das Recht, auf dem damals sehr kurzen Stück in Niederösterreich Personenverkehr öffentlich anzubieten. Das restliche Stück lag komplett in Ungarn.

Am 19. Dezember 1897 fand die Eröffnung der Neusiedler Seebahn zwischen Parndorf (Pándorfalu) und Celldömölk statt. Obwohl diese zwar eine eigene Aktiengesellschaft war, übernahm die ROeEE die Prioritätsaktien und wurde auch Bauherr und Betreiber dieser Linie.

Nach Auflösung der Monarchie blieb die Gesellschaft weiterhin selbständig. Das änderte sich auch nicht während bzw. nach dem Zweiten Weltkrieg. Trotz des „Kalten Krieges“ wurde weiterhin grenzüberschreitend zwischen Österreich und Ungarn gefahren.

1972 wurde auf einer aufgelassenen Anschlussbahn die schmalspurige Széchenyi-Museumsbahn errichtet, die bis heute als Museumsbahn betrieben wird.

1979 wurde die Linie zwischen Celldömölk und Fertőszentmiklós eingestellt.

Ab den 1980er Jahren erfuhr die ROeEE einen starken Aufschwung. Insbesondere der Güterverkehr nahm stark zu, wozu nicht zuletzt der mit österreichischer Unterstützung errichtete Güterterminal in Sopron wesentlich beitrug.

Am 31. Mai 1987 wurde der elektrische Betrieb zwischen Győr und Sopron aufgenommen. Am 28. Oktober 1987 erfolgte die Aufnahme des elektrischen Betriebes zwischen Sopron und Ebenfurth. Zu diesem Zweck musste die Fahrleitungsanlage in Ebenfurth völlig umgebaut werden, da die die ÖBB und die ROeEE unterschiedliche Bahnstromsysteme anwenden. Während die ÖBB als Stromsystem 15 kV mit 16⅔ Hz Wechselstrom verwenden, betreibt die ROeEE ihre Fahrleitungsanlagen mit 25 kV und 50 Hz Wechselstrom.

Am 1. Januar 2002 übergab die MÁV aufgrund staatlicher Anordnung die Strecken Sopron–Szombathely und Sopron–Staatsgrenze nahe Loipersbach-Schattendorf an die ROeEE. In diesem Jahr änderte sich auch die Besitzstruktur der Neusiedler Seebahn (49 % Republik Österreich, 25 % Land Burgenland). Der elektrische Betrieb auf dieser Linie wurde am 24. April 2002 aufgenommen.

Im Jahre 2006 übernahm die ROeEE den Streckenabschnitt SzombathelySzentgotthárd–Staatsgrenze nach Mogersdorf der ehemaligen Ungarischen Westbahn von der MÁV. Mit einem Investitionsaufwand von 72 Millionen Euro soll der 53,3 km lange Streckenabschnitt für Geschwindigkeiten bis 120 km/h und für eine Achslast von 22,5 Tonnen ausgebaut werden. 2008 wollte die ROeEE mit den Bauarbeiten beginnen und diese bis 2010 fertigstellen. Die ROeEE sieht diesen Ausbau nicht als Alternative zum Semmering-Basistunnel, sondern als Ergänzung. Die ROeEE erhofft sich dadurch, die Tonnagen von 800.000 Tonnen auf 2,5 Millionen mehr als verdreifachen zu können.

2008 wurde der österreichische Firmenname auf Raaberbahn AG geändert; der ungarische blieb unverändert. 2009 erhöhte der ungarische Staat im Rahmen einer Kapitalerhöhung der AG, an der die bis dahin mit 33,3 % beteiligte Republik Österreich (noch) nicht teilnahm, seinen Anteil von 61 auf nunmehr 65,6 %.

3 Bilder

Aktie der GySEV von 1876
Aktie der GySEV von 1876  
Ein Zug der ROeEE (V43) am Bahnhof Fertőboz
Ein Zug der ROeEE (V43) am Bahnhof Fertőboz  
1116 und V43 in Ebenfurth
1116 und V43 in Ebenfurth  
GySEV 1047.504 vor österreichischem IC-Wagensatz bei Achau
GySEV 1047.504 vor österreichischem IC-Wagensatz bei Achau  
DB 151, ÖBB 4020 und ROeEE V43 im Bahnhof Ebenfurth
DB 151, ÖBB 4020 und ROeEE V43 im Bahnhof Ebenfurth  
Ein Triebwagen der ROeEE (5147) in der Station Neusiedl am See
Ein Triebwagen der ROeEE (5147) in der Station Neusiedl am See  
GySEV-Lokomotive 123, aufgestellt als Denkmal in Rohrbach bei Mattersburg
GySEV-Lokomotive 123, aufgestellt als Denkmal in Rohrbach bei Mattersburg  

4 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.