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Vorbild:Atchison, Topeka and Santa Fe Railway

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Atchison, Topeka and Santa Fe Railway
ATSF-Logo.svg
Quelle: Deutschsprachige Wikipedia
DETAILS
EPOCHE - Vereinigte Staaten von AmerikaVereinigte Staaten von Amerika
BAHNGESELLSCHAFT ATSF
Atchison, Topeka and Santa Fe Railway
ZEITRAUM 1859-1996

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Die Atchison, Topeka and Santa Fe Railway (AT&SF, ATSF), kurz Santa Fe, war eine US-amerikanische Eisenbahngesellschaft. Sitz des Unternehmens war bis 1991 Chicago, danach Schaumburg (Illinois). Die Gesellschaft fusionierte 1996 mit der Burlington Northern Railroad (BN) zur Burlington Northern and Santa Fe Railway.

1 Detaillierte Vorbildinformationen


Information icon.svg Es stehen keine Detailinformationen für die Bahngesellschaft „Atchison, Topeka and Santa Fe Railway (AT&SF)“ zur Verfügung.


2 Streckennetz

Die ATSF hatte eines der größten Bahnnetze in den Vereinigten Staaten. Kern des Netzes war die Hauptstrecke von Topeka über Albuquerque nach San Francisco, Oakland, Los Angeles und San Diego, die bis auf ein kurzes Stück in Kansas auch heute noch in Betrieb ist. Weitere Hauptstrecken führten nach Denver, Dallas, Houston, Phoenix, Kansas City und Chicago. Ein umfangreiches Netz von Nebenstrecken bestand vor allem in den Bundesstaaten Kansas, Oklahoma, Texas, Arizona und Kalifornien.

3 Geschichte

Die älteste Vorläufergesellschaft Atchison and Topeka Railroad wurde 1859 gegründet, um diese beiden Städte zu verbinden. 1863 wurde „Santa Fe“ in den Unternehmensnamen aufgenommen, da diese Stadt ebenfalls an das Streckennetz angeschlossen werden sollte. Die Bauarbeiten begannen 1869; 1872 wurde die Staatsgrenze zwischen Kansas und Colorado erreicht. Die Gesellschaft baute weiter westwärts jedoch nicht in Richtung Santa Fe sondern nach Pueblo (Colorado). Mit dem Beginn der Silberfunde in Leadville kurze Zeit später konnte die Bahn eine vorteilhafte Bahnverbindung anbieten.

Ab 1878 wurde wieder in Richtung Santa Fe gebaut. Dabei war vorgesehen, die Strecke von Trinidad, Colorado über den Raton Pass zu führen. Dabei kam es zu einem Wettstreit mit der Denver and Rio Grande Western Railroad, den die ATSF für sich entschied. Einen gleichzeitigen Wettstreit um die Strecke durch den Royal Gorge verlor sie jedoch. 1880 wurde Albuquerque erreicht. Santa Fe wurde jedoch nur über eine Nebenstrecke angebunden. 1881 erfolgte in Deming (New Mexico) die Verbindung mit der Southern Pacific. 1883 erwarb die ATSF die Gulf, Colorado and Santa Fe Railway (GCSF), die ein umfangreiches Netz in Texas und eine Zweigstrecke nach Louisiana betrieb und dehnte damit ihren Betrieb bis nach Dallas, Houston und Galveston an der Golfküste aus. Sowohl die GCSF als auch die Panhandle and Santa Fe Railway, eine 1886 gegründete Tochtergesellschaft, deren Netz sich über den Nordwesten von Texas erstreckte und vor allem Amarillo und Lubbock anband, wurden noch bis 1965 als eigenständige Eisenbahnunternehmen betrieben, die auch den Betrieb auf ihren Strecken führten. Bis 1908 baute die ATSF eine Verbindung zwischen Amarillo und der Hauptstrecke am Rio Grande um die Steigungen des Raton Passes zu vermeiden. Die Strecke namens Belen Cutoff hatte ihre größte Steigung im Abo Canyon der Manzano Mountains, westlich von Mountainair, New Mexico, wo das Bahnbetriebswerk für die Strecke angesiedelt wurde.

Nach der Wirtschaftskrise von 1893 und einer notwendigen Reorganisation des Unternehmens wurde der Name der Gesellschaft 1895 in „Atchison, Topeka and Santa Fe Railway“ geändert.

Die Santa Fe gehört zu den ersten US-Bahnen, die Diesellokomotiven einsetzten (1937), womit die Nöte mit der Versorgung von Dampfloks mit Wasser in den Wüstengebieten vom Tisch waren. Zuvor wurde sogar eine Elektrifizierung zwischen Albuquerque/Belem und Bakersfield geprüft. Mit der Ölkrise 1974 trug die Chefetage von Santa Fe sich mit den Gedanken, die gesamte Hauptlinie Chicago - Los Angeles unter Fahrdraht zu betreiben.

Im Jahre 1983 wollte die Santa Fe mit der Southern Pacific zur „Southern Pacific Sante Fe“ fusionieren. Beide Gesellschaften begannen sogar damit, ihre Lokomotiven in rot-gelb umzulackieren. Zwei Jahre später ordnete das US-Kartellamt (ICC; Interstate Commerce Commission) die Trennung an. Das neue Kürzel SPSF wurde von Witzbolden als Should'nt Paint So Fast („Hättet Ihr bloß weniger schnell umlackiert“) uminterpretiert.

4 Personenverkehr

Bekannt war die ATSF für ihren bis 1971 aufrechterhaltenen Personenverkehr, der später an Amtrak überging. Hier kamen die Lokomotiven im „Warbonnet“-Design mit einer roten Front, seitlich in S-Linie heruntergezogenen roten Streifen und einem gelben Frontkreuz, das Wappen und Namen der ATSF trug, zum Einsatz.

Die ATSF war innovativ bei der Entwicklung von rollendem Material und von Zugsystemen. Bereits 1956 setzte sie im berühmten Überlandzug Super Chief doppelstöckige Fernreisezugwagen ein, wie sie Ende der 1970er Jahre bei Amtrak populär wurden.

5 Bilder

Dampflokomotive 5000 „Madam Queen“ in Ricardo, New Mexico (März 1943)
Dampflokomotive 5000 „Madam Queen“ in Ricardo, New Mexico (März 1943)  
Super Chief und El Capitan am 24. September 1966 im Los Angeles Union Passenger Terminal
Super Chief und El Capitan am 24. September 1966 im Los Angeles Union Passenger Terminal  
Der „Super Chief“ beim Nachtanken in Albuquerque, März 1943
Der „Super Chief“ beim Nachtanken in Albuquerque, März 1943  

6 Weiterführende Informationen

Vorbildinformationen aus der Deutschsprachigen Wikipedia adaptiert.